Das n-dimensionale Labyrinth: n-tuple.net



Im Mathematik-Spiel n-tuple.net navigiert man durch ein n-dimensionales Labyrinth. Die Labyrinthe können sowohl von Menschen als auch von künstlichen Intelligenzen geschaffen und von beiden durchschritten werden. Es entsteht ein Wettkampf zwischen Mensch und Maschine. Wer baut die kreativsten Labyrinthe? Wer findet am schnellsten den Ausgang?

Beispiel: Vom Ursprungs-Punkt eines 3-dimensionalen Vektorraumes 3x3x3 - dem Tupel (1,1,1) - muss der Spieler zum Punkt (3,3,3) gelangen. Dabei darf er lediglich Schritte mit der Manhattan-Distanz 1 machen, also von 1,1,1 zu 1,1,2 oder 1,2,1 nicht aber nach 1,2,2. Manche Punkte des Raumes sind definiert, also Wege im Labyrinth, andere nicht, also Mauern des Labyrinthes. So könnte z.B. der Weg nach 2,1,1 versperrt sein oder in eine Sackgasse führen. Es gibt jedoch mindestens einen Weg, der vom Ursprung 1,1,1 zum Endziel 3,3,3 führt. Dieser sollte mit so wenig Schritten wie möglich begangen werden.

Das Spiel nutzt zum Einen die einfache Tupel-Darstellung zur Anzeige der aktuellen Position, wobei auch alle Punkte gezeigt werden, welche mit der Manhattan-Distanz 1 erreichbar sind. Diese Darstellung dient vor allem der geistigen Navigation durch das n-dimensionale Labyrinth.

Zum Anderen stellt die Oberfläche Schnitte bzw. Hyperebenen durch den n-dimensionalen Raum dar, die jeweils die aktuelle Spielerposition schneiden. So wird eine grafische Navigation durch einen beliebig hochdimensionalen Raum möglich.

Die Definition der Räume sowie die Navigation sollen sowohl von Menschen als auch von künstlichen Intelligenzen möglich sein. Im ersten Ansatz wird der Raum von einer künstlichen Intelligenz mehr oder weniger zufällig markiert und kann von Menschen durchschritten werden. Der Zeichenmodus ermöglicht aber auch das Erstellen eigener Räume. So können Menschen gegen Menschen spielen, also menchlich generierte Labyrinthe durchschreiten. Möglich ist aber auch die Implementierung einer eigenen künstlichen Intelligenz, welche die künstlich oder menschlich generierte Welt nach einem bestimmten Algorithmus durchforstet. Damit entsteht ein Wettkampf zwischen Menschen und Maschinen. Wer erstellt kreativere Welten, wer erkennt eher den Weg zum Ziel?

n-tuple.net

Entstanden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Mediengestaltung II" und erweitert im Rahmen der Lehrveranstaltung "Neuronale Netze und fallbasiertes Schließen", 2005.